In Google suchen fast alle

In Google suchen bedeutet für die Suchmaschine täglich etwa 5,6 Milliarden Suchanfragen zu bewältigen. Das sind in der Sekunde zirka 65.000 Anfragen.

Über die vielen User, die in Google suchen, entwickelt sich ein Werbeumsatz von 75 Milliarden US Dollar allein in 2016. Gab es vor Jahren noch viele weitere Suchmaschinen hat Google sich kaum nur zum Platzhirschen entwickelt, sondern sich eine Monopol erschaffen.

Etwa 89,% aller Internetuser nutzen ausschließlich Google als Suchmaschine. Doch was bedeutet es eigentlich, sich nur auf Google zu beschränken? Und sind die Suchergebnisse auch tatsächlich hilfreich und objektiv? Googeln Sie anstatt zu suchen?

Ungewünschte individuelle Suchergebnisse

Vielleicht haben Sie schon bemerkt, dass Sie vorwiegend lokale Suchergebnisse bekommen. Oder es werden Websites angezeigt, die Sie bereits besucht haben, auch wenn diese mit Ihrer Suchanfrage wenig zu tun haben. Die Antwortwelt von Google ist Ihren Bedürfnissen angepasst! Gut gemeint, aber nicht immer passend!

Mein kühner Vorschlag:
Wechseln Sie die Suchmaschine!

Die eigene Website – top gerankt

Wenn Sie von Ihrem Computer nach Ihren wichtigsten Keywords googeln, freuen Sie sich natürlich, wenn eine Ihrer Webseiten auf den vorderen Plätzen erscheint. Doch wenn Sie von einem anderen Rechner das Ranking Ihrer Suchbegriffe überprüfen, werden Ihnen häufig völlig andere Ergebnisse gezeigt. Möglicherweise ist Ihre Website vorne gar nicht mehr sichtbar. Woran liegt das?

Ganz einfach, Ursache dieser unterschiedlichen Suchergebnisse ist das Google Webprotokoll. Google "merkt" sich Ihre Suchanfragen und Sie erhalten Antworten entsprechend Ihres bisherigen Klickverhaltens.

Auch wenn dies als gut gemeinte Hilfestellung von Google interpretiert werden kann, hilft es Ihnen gar nichts, wenn Sie Ihren Internetauftritt für Suchmaschinen optimieren möchten.

Platz 5 ist die neue Google 1 Platzierung

Für Ihre Website ist eine Platzierung auf der ersten Seite der organischen Suche wichtig. Je nachdem wie hoch der Wettbewerb Ihrer Keywords ist, kann eine gute Platzierung mitunter Monate dauern und Sie müssen dementsprechend viel Geduld aufbringen.

Viel schneller geht der Weg über Anzeigen, den sogenannten Google Adwords, mit denen Sie quasi umgehend prominente Plätze erwerben können. Die Google-Adwords-Anzeigen werden oberhalb der Google-Suchergebnisse angezeigt. Somit rutschen Sie mittlerweile bei der organischen Suche auf Platz 5 herunter, denn 1 bis 4 sind bezahlte Plätze.

In SEO-Foren gibt es viele Diskussionen darüber, ob es Sinn macht zusätzlich zur guten Platzierung noch Anzeigen zu schalten. Die Antwort lautete hier meistens JA.

Begründung im Tenor: Auch wenn Sie mit Ihren Wunsch-Keywords bereits auf den Plätzen 1-5 ranken, so hat doch jeder Internetnutzer ein anderes Suchverhalten. Es ist statistisch bewiesen, dass ein sehr großer Teil der Suchenden vor allem dann auf Adwords-Anzeigen klickt, wenn der Suchbegriff mit der Suchanfrage exakt übereinstimmt.

YouTube ist eine relevante Suchmaschine

Nach der Google-Übernahme von YouTube bietet sich für Google-Fixierte eine schnelle und einfache Möglichkeit, zwei Fliegen auf einmal zu schlagen. Nutzen Sie den Trend, mit Erklärvideos oder Bewegtbild weitere vordere Plätze auf YouTube und Google zu sichern.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Laut einer Studie werden in 1 Minute Film 1,8 Millionen Worte bildlich umgesetzt. Die User lieben es, Informationen kurz und verständlich präsentiert zu bekommen. Viele Studien belegen die steigende Zahl der Videobetrachter in allen Altersklassen.
Unterstützen Sie Ihren Film mit einer YouTube-Werbekampagne, hat das Auswirkungen auf Ihr YouTube- und Google-Ranking.

Doch ob organisch oder bezahlt, Sie sollten sich immer vor Augen halten, dass eine Google-Platzierung stetig schwankt. Auch wenn Sie heute auf Platz 1 bei Google stehen, kann das morgen schon wieder vorbei sein.

Anonymes Suchen - geht das heute noch?

Wenn Sie zum Beispiel über einen längeren Zeitraum nach einer Wohnlandschaft gesucht haben, werden Ihnen noch Wochen später Webseiten mit Wohnlandschaften von Google vorgeschlagen, auch wenn Sie die Wohnlandschaft bereits erworben haben oder sich dafür nicht mehr interessieren.

In Google suchen ist nicht anonym - die Maschine merkt sich, was Sie suchen. Leider merkt sie sich nicht oder erfährt es auch nie, wann der Prozess des Kaufs erfolgt ist. Sie erhalten, auch wenn das Thema für Sie längst abgeschlossen ist, weiterhin Ihre Suchanfrage angezeigt.

Möchten Sie jedoch ab sofort wieder zumindest einigermaßen neutrale Suchergebnisse von Google angezeigt bekommen, haben Sie nur eine Möglichkeit: Sie müssen den Google-Suchverlauf komplett löschen und die Speicherung Ihrer Suche auch für die Zukunft verbieten. Es gibt für jeden Browser genaue Anleitungen im Internet, um den Suchverlauf zu löschen. Hier die Schritte für den Browser Google Chrome: 

in Google suchen

in Google suchen

in Google suchen Browser

in Google suchen Browser

Gesamten Verlauf löschen im Browser Google Chrome

  1. Öffnen Sie Chrome auf Ihrem Computer.
  2. Wählen Sie oben rechts auf das Symbol "Mehr" .
  3. Klicken Sie auf Verlauf
  4. dann links auf Browserdaten löschen. Daraufhin wird ein Feld angezeigt.
  5. Wählen Sie im Drop-down-Menü den Zeitraum aus, für den der Browserverlauf gelöscht werden soll. Um alles zu löschen, wählen Sie Gesamter Zeitraum aus.
  6. Klicken Sie auf die Kästchen für die Daten, die aus Chrome gelöscht werden sollen, einschließlich "Browserverlauf".
  7. Klicken Sie auf Browserdaten löschen.

Lösen Sie sich von dieser Abhängigkeit!

Wenn Sie sich bessere Ergebnisse wünschen, dann wechseln Sie täglich Ihre Suchmaschine. Beenden Sie das "in Google suchen" oder reduzieren Sie es mindestens auf ein Minimum.

Sie wissen, die ersten Plätze sind bezahlte Plätze. Jeder Klick, den Sie dort ansetzen, steigert die Werbeeinnahmen. Da der User bekanntermaßen ungern scrollt, haben nur die, die direkt auf dem Bildschirm sichtbar sind, überhaupt eine Chance. Es sei denn, Sie sind sich dessen bewusst und nun hoch motiviert die organische Suche zu fördern.

Die Positionen mit einem Bild ziehen den User schnell in Bann. Ob es ein Bildausschnitt eines Videos oder eines Autoren ist - ein Bild wirkt anziehend. Aus diesem Grund zeigt Google keine Autorenbilder oder Videos mehr auf der ersten Seite.

Fazit:
Machen Sie sich unabhängig, indem Sie auf mehreren Kanälen präsent sind und regelmäßig die Suchmaschine wechseln! Mit einem häufigen Wechsel nehmen Sie Einfluss, und dies hat langfristig weitreichende Folgen.

Es gibt interessante Suchmaschinen, die eine Alternative darstellen und Sie begeistern werden.

Alternativen zu Google? Hier sind unsere Tipps:  

bing statt  in google suchen
ixquick statt in google suchen
duckduckgo statt in google suchen

Mehr Tipps für Ihre digitale Kompetenz erhalten Sie in unserer Webschool

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